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Steueranrechnung für Unterstützung der Eltern im Pflegeheim

Steueranrechnung für Unterstützung der Eltern im Pflegeheim

Musst Du Zahlungen wegen der Unterbringung Deiner Eltern im Pflegeheim leisten, kannst Du Dir diese Zahlungen mit dem Finanzamt teilen. Vermeide aber eine häufige steuerliche Stolperfalle.

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Unterstützung der Eltern im Pflegeheim ist steuerrechtlich eine außergewöhnliche Belastung

Werden Sie aufgefordert, sich an den Kosten für das Pflegeheim eines Elternteils zu beteiligen, können Sie diese Kosten steuerlich geltend machen. Die Rede ist vom Abzug außergewöhnlicher Belastungen und von der Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen. Doch aufgepasst! Hier liegt der Teufel im Detail. Wer nicht clever festlegt, an wenn die monatliche Zahlung geht, kann die Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen verlieren.

Wirst Du aufgefordert, Dich an den Kosten für das Pflegeheim eines Elternteils zu beteiligen, kannst Du diese Kosten steuerlich geltend machen. Die Rede ist vom Abzug außergewöhnlicher Belastungen und von der Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen. Doch aufgepasst! Hier liegt der Teufel im Detail. Wer nicht clever festlegt, an wenn die monatliche Zahlung geht, kann die Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen verlieren.

Wirst Du von der Pflegekasse oder von der Gemeinde dazu verpflichtet, Zuzahlungen zur Unterbringung eines Elternteils in einem Pflegeheim zu leisten, darfst Du diese Zahlungen folgendermaßen steuerlich geltend machen:

  1. Beantragung des Abzugs von Unterstützungsleistungen nach § 33a Abs. 1 EStG in Höhe von maximal 8.820 Euro.
  2. Für den verbleibenden Betrag Beantragung des Abzugs der Kosten als außergewöhnliche Belastung allgemeiner Art (§ 33 Abs. 1 EStG).
  3. Für den Betrag, der bei einer außergewöhnlichen Belastung nicht abziehbar ist (sog. zumutbare Eigenbelastung), darfst Du eine Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen beantragen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Pflegebedürftige Person einen eigenen Haushalt im Pflegeheim hat. Angerechnet werden 20%, maximal 4.000 Euro pro Jahr. 

Doch Vorsicht

Die Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleitungen kippt, wenn die Zahlung an die Pflegekasse oder an die Gemeinde geleistet wird und nicht direkt an das Pflegeheim als Leistungserbringer (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 23.12.2014, Az. 6 K 2688/14).

Tipp

Wirst Du von der Gemeinde oder von der Pflegekasse dazu aufgefordert, Zuzahlungen zum Heimaufenthalt Deiner Eltern zu zahlen, vereinbare unbedingt die direkte Zahlung ans Pflegeheim. Nur so winkt Dir neben dem Abzug der außergewöhnlichen Belastung noch die Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen. 

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