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Wann erwartet das Finanzamt die Abgabe meiner Steuererklärung?

Informationen zur Abgabe der Steuererklärung

Ob und bis wann das Finanzamt die Abgabe einer Steuererklärung vor Dir erwartet, hängt davon ab, ob Du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist oder ob Du freiwillig beim Finanzamt die Erstattung von Steuern beantragen kannst. Für beide Fälle gelten jeweils völlig unterschiedliche Steuerspielregeln zur Abgabe der Steuererklärung.

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Abgabe einer Steuererklärung bei Verpflichtung

Bist Du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, erwartet das Finanzamt Deine Steuererklärung bis zum 31. Mai des Folgejahrs. Schaffst Du das zeitlich nicht, solltest Du nicht einfach nichts tun und abwarten, bis das Finanzamt seine erste Mahnung schickt. Du solltest aktiv auf das Finanzamt zugehen und schriftlich um eine Fristverlängerung zur Abgabe Deiner Steuererklärung bitten.

Bei plausiblen Gründen (Arbeitsüberlastung oder fehlende Belege) dürfte eine Fristverlängerung bis zum 30. September kein Problem sein.

Praxis-Tipp:
Ohne Fristverlängerungsantrag wird das Finanzamt Dich mehrmals freundlich, aber bestimmt zur Abgabe Deiner Steuererklärung anmahnen. Wird es dem Sachbearbeiter im Finanzamt dann irgendwann zu bunt, drohen steuerlich folgende Konsequenzen: • Die Besteuerungsgrundlagen werden einfach geschätzt. Damit Du jetzt endlich Deine Steuererklärung einreichst, schätzt das Finanzamt meist so, dass empfindliche Steuernachzahlungen entstehen. • Zusätzlich zu den geschätzten Steuernachzahlungen setzt das Finanzamt einen Verspätungszuschlag fest. Wächst Dir steuerlich alles über den Kopf und Du beschließt, Deine Steuererklärung von einem Steuerberater oder von einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen zu lassen, solltest Du das dem Finanzamt unbedingt schriftlich mitteilen. Denn in diesem Fall bekommst Du grundsätzlich automatisch eine Fristverlängerung zur Abgabe Deiner Steuererklärung bis Ende des Jahres.

Abgabe einer Steuererklärung ohne Verpflichtung

Musst Du keine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben, hast Du nach Ablauf des Steuerjahrs erst mal keinen Stress. Das Finanzamt wird Dich nicht mit Mahnungen nerven. Du entscheidest hier völlig frei über die Abgabe einer Steuererklärung.

Ganz frei bist Du allerdings doch nicht. Denn Du musst Deine Steuererklärung innerhalb von vier Jahren nach Ablauf des Steuerjahres beim Finanzamt einreichen. Geht die freiwillige Steuererklärung zu spät ein, bearbeitet das Finanzamt Deine Steuererklärung nicht mehr und die Steuererstattung ist dahin.

Beispiel:

Du bist nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Da Du für die Jahre 2012 und 2013 eine Steuererstattung erwartest, möchtest Du für diese Jahre eine freiwillige Steuererklärung einreichen.

So lange hast Du zur Abgabe Deiner Steuererklärung noch Zeit:

|Steuerjahr 2012|Steuerjahr 2013
Spätester Abgabezeitpunkt|2.1.2017|1.1.2018

Praxis-Tipp:
Nutzt Du die Steuersoftware QuickSteuer und übermittelst Deine Steuererklärung per Elster, musst Du bei der Vierjahresfrist aufpassen. Denn bist Du bei Elster nicht authentifiziert, musst Du eine komprimierte und unterschriebene Papiersteuererklärung ans Finanzamt schicken. Und eben diese komprimierte Papiererklärung muss auch bis zum Fristablauf beim Finanzamt eingehen. Denn die Steuererklärung wird nur bearbeitet, wenn sowohl die elektronische Erklärung, als auch die komprimierte Papiererklärung bis zum Ablauf der Vierjahresfrist beim Finanzamt eingegangen sind. Wer kurz vor knapp seine Steuererklärung elektronisch verschickt, sollte die komprimierte Steuererklärung vorab fristwahrend per Fax ans Finanzamt schicken.

Abgabe der Steuererklärung: Interessante Kapitalanlage

Bist Du nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, erwartest eine Steuererstattung und brauchst das Geld nicht sofort, solltest Du die Abgabe der Steuererklärung so lange wie möglich hinauszögern. Denn ab dem 15. Monat nach Ablauf des Steuerjahrs verzinst das Finanzamt Deine Steuererstattung mit 0,5% pro Monat. Ein Zins, von dem Kapitalanleger derzeit nur träumen können.

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