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Steuererklärung erstellen: Basiswissen für Einsteiger

Steuererklärung erstellen mit 4 Grundregeln

Stehst Du gerade davor, Deine erste Steuererklärung zu erstellen, und Du fragst Dich, wie Du überhaupt anfangen sollst? Kein Problem: Es gibt nur ein paar Grundsätze, die Du beachten musst, um schnell und zielsicher Deine Steuererklärung zu erstellen. Berücksichtigst Du diese Grundregeln, wenn Du anfängst, Deine Steuererklärung zu erstellen, bist Du auf der sicheren Seite. So kannst Du Dir mit Sicherheit eine gute Lohnsteuerrückerstattung vom Finanzamt holen. Und es lohnt sich: Im Durchschnitt liegt bei deutschen Steuerzahlern die Steuererstattung bei über 800 €. Also auf geht’s.

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Steuererklärung erstellen: 4 Grundsätze für den Einstieg

Wir haben Dir 4 Grundsätze für die Steuererklärung zusammengestellt. Wenn Du sie beachtest, kannst Du ohne größere Schwierigkeiten Deine Steuererklärung erstellen. 

Grundsatz 1: Richtiges Finanzamt ansteuern

Bevor Du anfängst, Deine Steuererklärung zu erstellen, solltest Du die Zuständigkeit des Finanzamts klären. Zuständig ist für Dich das Finanzamt für den Bezirk, in dem Du Deinen Wohnsitz hast. Aber aufgepasst: In größeren Städten teilen sich die Finanzämter in die Anfangsbuchstaben der Nachnamen auf. Also schau hier genau hin, an welches Amt Du Deine Steuererklärung schickst. Bei Eheleuten, die Zusammenveranlagung beantragen und gemeinsam ihre Steuererklärung erstellen, zählt der Nachname des Ehemanns.

Grundsatz 2: Fristen für Pflichtabgabe und freiwillige Steuererklärung

Pflicht: Musst Du eine Steuererklärung erstellen, weil Du von Rechtswegen dazu verpflichtet bist, wirst Du wahrscheinlich vom Finanzamt eine schriftliche Aufforderung zur Abgabe erhalten. In diesem Fall musst Du Deine Steuererklärung fristgemäß bis Ende Mai des Folgejahres erstellen und einreichen (also z.B. 31.05.2017 für Steuerjahr 2016). Es sei denn, Du beantragst eine Fristverlängerung. Fällt dem Finanzamt erst später auf, dass Du verpflichtet bist, eine Steuererklärung zu erstellen, kann es Dich noch bis zu sieben Jahre später auffordern, Deine Steuererklärung einzureichen.

Freiwillig: Möchtest Du eine freiwillige Steuererklärung erstellen, obwohl Du von Rechtswegen nicht dazu verpflichtet bist (z.B. um Dir eine Lohnsteuererstattung abzuholen)? Dann hast Du nach Ablauf des Steuerjahres noch vier Jahre Zeit, um Deine Steuererklärung zu erstellen. Für das Steuerjahr 2016 reicht also die Abgabe bis 31.12.2020. 

Grundsatz 3: Belege und Nachweise sichern

Möchtest Du Deine Steuererklärung erstellen, um bestimmte Ausgaben geltend zu machen? Z.B. stehen Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Betriebsausgaben, haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerker-Rechnungen auf Deiner Liste? Dann solltest Du, wenn Du anfängst, Deine Steuererklärung zu erstellen, alle Belege für Deine Ausgaben zusammensuchen. Zwar musst Du nicht alle Nachweise direkt bei Abgabe der Steuererklärung einreichen, jedoch kann das Finanzamt im Zweifelsfall Belege von Dir nachfordern.

Grundsatz 4: Steuernachzahlung bei freiwilliger Steuererklärung umgehen

Hast Du Dich dazu durchgerungen, freiwillig eine Steuererklärung zu erstellen, und am Ende kommt heraus, dass Du Steuern nachzahlen sollst? Das ist natürlich sehr ärgerlich. In einem solchen Fall kannst Du noch einen Monat, nachdem Du Deinen Steuerbescheid erhalten hast, Einspruch einlegen und Deine Steuererklärung zurückziehen. Dann bleibt Dir die Nachzahlung erspart. Allerdings hast Du Dir dann umsonst die Mühe gemacht, Deine Steuererklärung zu erstellen. 

Praxis-Tipp:
Manchen Sachbearbeitern ist nicht bekannt, dass man seine freiwillige Steuererklärung zurückziehen darf. Diese Sonderregelung ist aber in einem Scheiben des Bundesfinanzministeriums zu finden (BMF, Schreiben v. 13.4.1992, Az. IV B 6 - S 2000 - 33/92/IV, Tz. 4.4.3). Darauf kannst Du Dich berufen – allerdings nur, wenn Du nachweislich nicht verpflichtet warst, eine Steuererklärung zu erstellen.

Was passiert, wenn ich mich weigere, eine Steuererklärung zu erstellen?

Wenn Du rechtlich verpflichtet bist, eine Steuererklärung zu erstellen, musst Du mit einigen Sanktionen rechnen, wenn Du keine Steuererklärung abgibst. Zunächst erhältst Du vom Finanzamt eine schriftliche Aufforderung, Deine Steuererklärung zu erstellen. Solltest Du dieses Schreiben ignorieren, kann das Finanzamt Deine Steuerschuld schätzen. Erfahrungsgemäß geht diese Schätzung nicht zu Deinen Gunsten aus. Zudem kann das Finanzamt Dir noch einen Verspätungszuschlag aufbrummen. Und schlimmstenfalls leitet es am Ende eine Prüfung zum Vorliegen von Steuerhinterziehung ein. Daher ist es ratsam, der Aufforderung, seine Steuererklärung zu erstellen, direkt nachzukommen.

Unser Tipp: Möchtest Du Deine Steuererklärung möglichst schnell und unkompliziert erstellen und dabei idealerweise eine Lohnsteuererstattung herausschlagen? Dann lass Dir von einer Steuersoftware wie QuickSteuer helfen. So bringst Du Deine Steuererklärung schnell auf den (richtigen) Weg.

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