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Steuererklärung: Diese Frist musst Du beachten

Fristen für die Steuererklärung

Je nachdem, ob du eine Steuererklärung abgeben musst, oder sie freiwillig einreichst, gelten unterschiedliche Fristen. Auch wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, sollte unbedingt eine erstellen. Gerade wenn Du schon seit Jahren arbeitest und noch nie eine Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht hast, kann ein hübsches Sümmchen an Steuerrückzahlungen auf Dich warten. Für die Abgabe der freiwilligen Steuererklärung hast du ziemlich lange Zeit, trotzdem gibt es eine Frist, die Du beachten musst.

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Vier Jahre für die Abgabe der freiwilligen Steuererklärung

Wenn Du in den letzten Jahren nur Arbeitslohn erzielt hast und das Finanzamt Dich deshalb noch nie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung aufgefordert hat, bist Du auch nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Du kannst aber freiwillig beim Finanzamt anklopfen, eine Steuererklärung einreichen und bestenfalls abkassieren.

Bei freiwilliger Abgabe einer Steuererklärung musst Du aber eine Frist beachten. Im Fachjargon spricht man hier von der Festsetzungsfrist. Du hast für die Abgabe Deiner freiwilligen Steuererklärung vier Jahre nach Ablauf des Steuerjahrs Zeit, eine Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Verbummelt Du die Abgabefrist für Deine freiwillige Steuererklärung, landet sie unbearbeitet in der Ablage P des Finanzamts, also im Papierkorb.

Du kannst also auch für zurückliegende Jahre Steuererklärungen beim Finanzamt einreichen und die zu viel bezahlten Steuern zurückfordern. Für welche Jahre Du 2019 noch aktiv werden kannst, zeigt Dir die folgende Übersicht:

Steuerjahr20142015201620172018
Späteste Abgabe31.12.201831.12.201931.12.202031.12.202131.12.2022
Abgabe noch möglich?neinjajajaja

Hinweis: Eigentlich ist der späteste Abgabetermin immer vier Jahre nach Ablauf des Steuerjahrs - also der 31. Dezember. Fällt der 31.12. jedoch auf einen Sonntag, endet für die Abgabe Deiner Steuererklärung die Frist am nächsten Wochentag. Grundsätzlich lohnt es sich aber pünktlich zu sein, dann bekommst du deine Erstattung auch schneller. Gibst du wie die meisten erst gegen Fristende ab, braucht die ohnehin ausgelastete  Finanzbehörden meistens länger zur Bearbeitung.

Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung

Frist 1: Abgabefrist für Steuererklärung

Bist Du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, musst Du eine zweifache Frist beachten. Die erste Frist ist die Frist, bis zu der Du beim Finanzamt die Steuererklärung spätestens abgeben musst. Das ist in aller Regel der 31. Juli des Folgejahrs (das gilt durch das sogenannte Steuermodernisierungsgesetz ab der Steuererklärung 2018). Wer einen Steuerberater zur Seite hat, bekommt wegen des höheren Verwaltunngsaufwands vom Finanzamt Zeit bis zum 31.12. des Folgejahres.

Schaffst Du es nicht, Deine Steuererklärung bis zu der vom Finanzamt aufgestellten Frist einzureichen, kannst Du auch einen Fristverlängerungsantrag stellen. Mit ein paar guten Begründungen (Arbeitsüberlastung, fehlende Belege) wird das Finanzamt Dir in der Regel eine Fristverlängerung bis zum 30. September gewähren. Insgesamt sind die Verspätungszuschläge ab 2019 aber strenger als bisher. 

Fordert Dich das Finanzamt mehrmals auf, eine Steuererklärung abzugeben, und Du reagierst einfach nicht, kann das Finanzamt Deine Besteuerungsgrundlagen schätzen. Das wird meist teuer. Selbst wenn Du anschließend eine Steuererklärung einreichst, wirst Du eine Quittung vom Finanzamt für die nicht während der Frist eingereichte Steuererklärung bekommen, nämlich in Form von Verspätungszuschlägen. Daher lohnt es sich, die Steuererklärung schnell durchzuziehen.

Frist 2: Festsetzungsverjährung

Bist Du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, kann das Finanzamt die Steuererklärung noch bis zu 7 Jahre nach Ablauf des Steuerjahrs bearbeiten. Erst dann tritt die Festsetzungsverjährung ein.

Beispiel: Das Finanzamt erfährt im Dezember 2019, dass Du im Jahr 2013 als selbständige Promoterin ein Honorar von 5.000 Euro bekommen hast. Eine Steuererklärung hast Du bisher guten Gewissens noch nie abgegeben. Folge: Da die Festsetzungsverjährung für das Steuerjahr 2013 erst Ende 2020 eintritt, kann das Finanzamt für 2013 noch eine Steuererklärung von Dir fordern und Dein Honorar besteuern.

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