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Arbeitslosigkeit: Das sollten Sie aus steuerlicher Sicht beachten

Steuerrechtliche Sicht der Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit hat für die meisten Menschen erhebliche finanzielle Einschränkungen zur Folge. Um die Situation nach Verlust des Arbeitsplatzes zumindest abzufedern, gibt es in Deutschland die Arbeitslosenversicherung. Die von ihr gezahlten Lohnersatzleistungen sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. Was du steuerlich während einer Arbeitslosigkeit beachten solltest und welche Aufwendungen (beispielsweise für die Jobsuche) du steuersparend geltend machen können, liest du in diesem Beitrag.

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Welche Lohnersatzleistungen gibt es und was ist der Progressionsvorbehalt?

Zu den Lohn- und Einkommensersatzleistungen gehören vor allem Arbeitslosengeld I, Teilarbeitslosengeld, Altersübergangsgeld, die Aufstockungsbeträge nach dem Altersteilzeitgesetz, Kurzarbeitergeld, Winterausfallgeld, Insolvenzgeld und Übergangsgeld. Krankengeld, Mutterschaftsgeld oder das Elterngeld nach dem Bundeselterngeldgesetz sind ebenfalls häufige Ersatzleistungen, die allerdings nichts mit einer Arbeitslosigkeit zu tun haben. Diese Lohnersatzleistungen sind steuerfrei. Allerdings werden sie bei der Berechnung des Steuersatzes für die Besteuerung der übrigen steuerpflichtigen Einkünfte berücksichtigt (Progressionsvorbehalt). 

Empfänger von Lohnersatzleistungen erhalten nach Ablauf des Jahres von den Trägern der Sozialleistungen ohne Anforderung einen sogenannten Leistungsnachweis mit dem ausgezahlten Betrag. Kürzungen der Leistungsbezüge (z. B. wegen Abtretung) bleiben unberücksichtigt. Lohnersatzleistungen, die vom Arbeitgeber ausbezahlt werden, wie z. B. das Kurzarbeitergeld, werden vom Arbeitgeber auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung bescheinigt. Die gezahlten Ersatzleistungen werden von der auszahlenden Stelle elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt und stehen dort zum Abruf bereit.

Welche Werbungskosten kann ich während der Arbeitslosigkeit absetzen?

Während der Arbeitslosigkeit kannst du alle Aufwendungen steuerlich als Werbungskosten geltend machen, die bei dir im Zusammenhang mit der Jobsuche entstehen. Dazu gehören beispielsweise alle Aufwendungen für die Bewerbung und Vorstellung selbst (Kosten für Bewerbungsfotos, Druckkosten, Fahrtkosten etc.), Aufwendungen für Recherche und Fachliteratur im erlernten Beruf, oder auch die Fahrtkosten zum Arbeitsamt. Diese Aufwendungen kannst du als vorab entstandene Werbungskosten uneingeschränkt abziehen. Falls durch die Aufwendungen wegen fehlender Einnahmen Verluste entstehen, können diese mit positiven anderen Einkünften im selben Jahr verrechnet werden. Möglich ist auch ein Verlustvortrag, sodass du die Werbunskosten im nächsten Jahr (beispielsweise nach der Arbeitslosigkeit, wenn du wieder eine Stelle hast) steuerlich geltend machen kannst.

Hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung, kannst du auch die Aufwendungen für Fortbildungen oder Zusatzqualifikationen, z. B. durch Zusatz- oder Aufbaustudium, als Fortbildungskosten im Rahmen vorweggenommener Werbungskosten unbegrenzt steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist, dass diese in einem konkreten Zusammenhang mit zu erwartenden späteren Einnahmen aus dem neuen Beruf stehen. Gleiches gilt für die Kosten einer Umschulung in einen andersartigen Beruf. Die Dauer bis zur Aufnahme der angestrebten Tätigkeit spielt dabei keine Rolle. 

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